Hoher Mut, Liebe, Protest

Literatur zur Stauferzeit

Eine Präsentation der Nibelungenlied-Gesellschaft Worms, des Nibelungenmuseums und der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e. V. (ALG) in Kooperation mit der Landesausstellung „DIE KAISER UND DIE SÄULEN IHRER MACHT“ des Landesmuseums Mainz.

28. Mai 2020 – 11. April 2021, Nibelungenmuseum Worms

Die Präsentation zeigt die höfisch-ritterliche Gesellschaft mit ihren Werten, die sich in der Dichtung der staufischen Klassik niederschlagen. Epik und Minnelyrik erreichen ihre Blüte aus der Hochstimmung und Kritik einer ihrer Ideale und Rituale bewussten Zeit.
Im Mittelpunkt steht die Thematisierung von institutionellen und personalen Bindungen, die sich in Motiven der Dichtung der Stauferzeit exponieren und anhand von Beispielen kommentiert werden:
„Hoher Mut“, das ist die gesellschaftliche Komponente, das Hochgefühl, die neue Daseinswertung in adelig-höfischer Geselligkeit; „Minne“ betrifft die personale Dimension der höfischen Welt mit der Entdeckung der Liebe; „Protest“ betrifft die politisch-institutionelle Dimension mit der Kritik an den Herrschenden. Thematisiert werden auch die Spielregeln des politischen Umgangs, die sich in der Geschichte wie in der Literatur wiederfinden.
Neben einer Filmdokumentation, einem Zeitstrahl, vier teils interaktiven Wandtafeln und einer Klangcollage werden auch Nachbauten mittelalterlicher Instrumente gezeigt. Ein musikalisch-literarisches Begleitprogramm und ein museumspädagogisches Angebot ergänzen die Präsentation..

Zu den regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreisen des Nibelungenmuseums

Herrscherinnen am Rhein

Frauen, die Geschichte/n schrieben

Ensemble der Nibelungenliedgesellschaft, Lesung mit Spielszenen und Musik

Sonntag, 27.9.2020, 18 Uhr, Dom zu Worms
Sonntag, 15.11.2020, 18 Uhr, Dom zu Worms
Sonntag, 28.2.2021, 18 Uhr, Dom zu Worms

Aus Chroniken, Briefen und literarischen Werken präsentiert das Ensemble ‚wundersvil‘ der Nibelungenliedgesellschaft Worms e.V. eine Lesung mit Spielszenen zu den Lebenswegen und Handlungsspielräumen mittelalterlicher Königinnen an der Seite der Herrscher, die sich auch gerne in Worms aufgehalten haben: von Fastrada über Theophanu, Mathilda, die Frauen der staufischen Kaiser bis Isabella von England. Mittelalterliche Musik mit gesungenen Strophen aus den „Merseburger Zaubersprüchen“, Minneliedern und Instrumentalkompositionen, dargeboten vom Duo Wormez, sowie Solo-Gesang, u.a. mit „Quia ergo femina“ nach Hildegard von Bingen, begleiten die Präsentation.

Eintritt: 10 Euro


„Uns ist in alten mæren wunders vil geseit“

So schrieb um 1200 ein großer Dichter des Mittelalters das Nibelungenlied und siedelte es in der damals historisch bedeutenden Stadt Worms am Rhein an.

Interessieren Sie sich für die Nibelungen?

1998 wurde die Nibelungenlied-Gesellschaft Worms e.V. aus der Taufe gehoben. Die literarische Gesellschaft hat sich die Erforschung und Förderung des Nibelungenliedes und verwandter Stoffe der europäischen Literatur zur Aufgabe gestellt.

Die Pläne und Arbeitsziele der Nibelungenlied-Gesellschaft:

  • Wissenschaftliche Beschäftigung mit Text, Stoff, Rezeption und historischem Umfeld des Nibelungenlieds
  • Planung und Durchführung von Veranstaltungen wie Symposien, Lesungen, Theateraufführungen, Konzerten etc.
  • Herausgabe von Publikationen
  • Aufbau und Betreuung einer stoffbezogenen Erlebniskultur in Worms
  • Förderung von Nibelungenmuseum und Nibelungenfestspielen
  • Koordination von stoffbezogenen Bürgerinitiativen
  • Aufklärung über den politischen Missbrauch des Nibelungenstoffes sowie der gesamten germanischen und mittelalterlichen Überlieferung durch nationalistische, nationalsozialistische und neonazistischen bzw. rechtsextreme Propaganda.

Hier können Sie dem Verein beitreten

Introduction in English (Worms and the Nibelungenlied)