{"id":224,"date":"2020-11-19T17:53:00","date_gmt":"2020-11-19T16:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/?page_id=224"},"modified":"2022-02-04T12:30:31","modified_gmt":"2022-02-04T11:30:31","slug":"kaiser-und-kreuzfahrer","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/beitraege\/kaiser-und-kreuzfahrer\/","title":{"rendered":"Kaiser und Kreuzfahrer"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">im Geschichtswerk einer Fast-Kaiserin<\/h3>\n\n\n\n<p><em>Vortrag von Regina Urbach im Rahmen der Ausstellung &#8222;Hoher Mut, Liebe, Protest&#8220;<\/em> (22.10.20)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"206\" height=\"228\" src=\"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Anna-Komnene-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-226\"\/><figcaption><em>Anna Komnene (1083-1154), Tochter des Kaisers Alexios I.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die \u201eAlexias\u201c, die Geschichte der fast 40-j\u00e4hrigen Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Alexios Komnenos (reg. 1081-1118), ist eine der wichtigen Quellen f\u00fcr die byzantinische Sicht auf die Zeit des Ersten Kreuzzugs: auf die Normannenf\u00fchrer Robert Guiskard und Bohemund, auf die Korrespondenz mit Salierkaiser Heinrich IV. und auf K\u00e4mpfer und Soldaten aus dem \u201eWesten\u201c. Hier haben wir es mit einer kaisernahen Quelle zu tun. Die Verfasserin Anna Komnene war die \u00e4lteste Tochter des Kaisers und w\u00e4re zweimal fast selbst Kaiserin geworden. W\u00e4re sie ein Junge gewesen, w\u00e4re es so gut wie sicher dazu gekommen. Es gibt nur wenige bekannte Historikerinnen mit einem gut \u00fcberlieferten Werk. Befragen wir nun diese Quelle, wie sie ihre Zeit wahrgenommen hat und blicken wir hin\u00fcber auf die Welt von Byzanz und seiner Kaiser und Kaiserinnen, auf die auch das zeitgen\u00f6ssische Kaisertum im Westen begehrliche Blicke warf. Auch die Historiografie geh\u00f6rt zu den S\u00e4ulen kaiserlicher Macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Tod des Vaters hat Anna, so wird bis heute landl\u00e4ufig dargestellt, die Nachfolge ihres Bruders Johannes bek\u00e4mpft und wollte mit einem Putsch ihren eigenen Gemahl (und sich selbst) auf den Kaiserthron heben. Dies sah ich zun\u00e4chst nur als Anekdote am Rande.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ge\u00e4chtet wegen politischer Ambitionen der Verfasserin?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Alexias wurde vom Historiker Edward Gibbon im 18. Jahrhundert wegen ihrer Herrschaftsn\u00e4he als tendenzi\u00f6s abgetan, ihre rhetorische Kunstfertigkeit als \u201egeschw\u00e4tzig\u201c, die Verfasserin als \u201earrogant\u201c und selbstbezogen. Auch das, was \u00fcber Annas Biographie als bekannt gilt \u2013 ihr Putschversuch gegen ihren Bruder \u2013 brachte Anna keine Sympathien bei vielen Historikern des 19. Jahrhunderts ein. 2016 nahm dies die amerikanische Byzantinistin Leonora Neville zum Anlass, Leben und Werk der Anna Komnene noch einmal kritisch zu durchleuchten. Es gelang ihr eine umfassende literarische W\u00fcrdigung und Neubewertung der \u201eAlexias\u201c aus einem gender-sensibilisierten Blickwinkel. Neville bezweifelt sogar die Historizit\u00e4t von Annas Putsch- oder sogar Mordversuch gegen ihren Bruder. Sie verfolgt den oft gar nicht mehr quellenkritisch hinterfragten Weg der Geschichte von der gescheiterten und verbitterten M\u00f6chtegern-Kaiserin durch die byzantinistische Bearbeitung, angefangen von Charles Lebeau im 18. Jahrhundert bis hin zu den Standarddarstellungen des 20. Jahrhunderts wie Steven Runciman (1949) Charles Diehl (1963) oder Ralph Lilie 1994. Folgt man ihrer Lekt\u00fcre, so haben Ressentiments gegen eine Frau als Historikerin und politische Akteurin bis ins 20. Jahrhundert den Umgang mit ihrem Geschichtswerk bestimmt. Grundlegend sind hier bereits \u00c4u\u00dferungen des byzantinischen Historikers Niketas Choniates. Neville arbeitet heraus: Die Alexias sei nicht tendenzi\u00f6ser als andere zeitgen\u00f6ssische Werke, allen voran das des Begr\u00fcnders ihres schlechten Rufes, des Niketas Choniates.<\/p>\n\n\n\n<p>Niketas Choniates war ein hoher Beamter der kaiserlichen Administration unter Alexios\u2018 Enkel Manuel Komnenos. Die Eroberung Konstantinopels im Zuge des Vierten Kreuzzugs durch die Lateiner im Jahre 1204 vernichtete seine Existenz und ersch\u00fctterte sein Weltbild. Er konnte nur sein nacktes Leben und das seiner Familie retten und siedelte nach Kleinasien \u00fcber. Sein Geschichtswerk <em>Chronicae Diegesis<\/em> sucht nach m\u00f6glichen Ursachen f\u00fcr diese Katastrophe. Eine Antwort findet er in der moralischen Verderbtheit der byzantinischen Kaiserfamilien, allen voran der Komnenen. Ein Aspekt der \u201ewidernat\u00fcrlichen\u201c Verh\u00e4ltnisse in dieser Familie sei der \u201emannhafte\u201c Ehrgeiz der Anna neben der \u201eunm\u00e4nnlichen\u201c Unentschlossenheit ihres Ehegatten Nikephoros Bryennios gewesen. Denn anders als Anna wollte dieser nicht Gegenkaiser gegen den Schwager Johannes werden. Eine aktive selbstbewusste Rolle galt f\u00fcr eine byzantinische adlige Dame als unschicklich. Am Rande sei angemerkt, dass Choniates seine eigene Frau gut unter Verschluss vor der \u00d6ffentlichkeit gehalten haben soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Anna war da anders. Sie schreibt in der Alexias:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Ich schreibe Geschichte als Frau, und als eine, die in der Porphyra geboren ist als der kostbarste und erstgeborene Spross des Alexios<\/em>.<\/p><cite>Alexias, \u00dcbers. Reinsch, S. 543<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Anna tat alles, was byzantinischen Prinzessinnen nicht anstand: Sie erfreute sich einer umfassenden klassisch-griechischen, also heidnischen Bildung. Sie disputierte mit Gelehrten in ihrem Haus. Sie begleitete ihren Vater auf Feldz\u00fcgen im Feldherrnzelt. Und wie so mancher Feldherr (etwa Xenophon, Thukydides) schrieb sie selbst Geschichte. Bei ihren Zeitgenossen war sie als Verfasserin philosophischer und poetischer Werke gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer war diese Anna Komnene?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anna wurde 1.12.1083 im Purpurgemach als erste Tochter des Kaisers Alexios I. geboren. Sie erhielt eine universale Bildung in Geometrie, Arithmetik, Astronomie und Musik, Medizin, Philosophie und Rhetorik.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon bald nach ihrer Geburt wurde sie mit dem neunj\u00e4hrigen Konstantin Dukas, Sohn des fr\u00fcheren Kaisers Michael Dukas, verlobt. Konstantin und Anna nahmen den ersten Rang in der Thronfolge ein. Kaiserliche Ehren wurden ihnen zuteil:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>[Konstantin unterschrieb] \u201e\u2026in den Schenkungsurkunden zusammen mit [Alexios] mit roten Schriftz\u00fcgen\u201c und begleitete ihn \u201ebei den Prozessionen mit der Tiara\u201c. Man akklamierte ihnen an zweiter Stelle hinter Kaiser Alexios.<\/em><\/p><cite>Alexias, \u00dcbers. Reinsch, S. 212<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Einer von Annas Tutoren habe um sein Augenlicht gef\u00fcrchtet, da die junge Anna ihn st\u00e4ndig nach neuen Aristoteles-Kommentaren fragte. Doch 1094 starb Konstantin. Mit 15 Jahren heiratete Anna den Mann, den ihre Eltern f\u00fcr sie aussuchten, Nikephoros Bryennios aus einer der Kaisersfamilien. Er schrieb sp\u00e4ter selbst ein Geschichtswerk und f\u00fchrte mit Anna einen gelehrigen Disput-Zirkel mit den bedeutendsten K\u00f6pfen ihrer Zeit. Annas Bildung war Gegenstand gro\u00dfer Bewunderung durch die Zeitgenossen. Auch w\u00e4hrend der Regierungszeit ihres Bruders scheint sie weiterhin gesellschaftliches Ansehen genossen zu haben. Sie leitete ein Krankenhaus und schrieb ein Traktat \u00fcber Gicht. Vier ihrer Kinder wurden in angesehene Positionen verheiratet. Erst ab etwa 1143, w\u00e4hrend der Herrschaft ihres Neffen Manuel und nach der Herrschaft ihres Bruders Johannes, schrieb sie die Alexias nieder. Als Gegendarstellung, quasi als idealisierte Kaiserherrschaft ihres Vater? Als Kompensation der Fast-Kaiserin, die nicht selbst regieren durfte? Oder als Verarbeitung ihres Kummers, wie sie selbst schreibt?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Alexias: literarische und Quellen-Qualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Annas Darstellung unterschiedet sich stark von einer Chronik, die schon am Anfang verr\u00e4t, wie eine Geschichte ausging. Sie liest sich wie ein dokumentarischer Roman. In Alexios\u2018 Herrschaft gibt es keine zwei Monate Ruhe, st\u00e4ndig bleibt eine Spannung aufrecht erhalten. Kunstvoll komponiert und entwickelt Anna verschiedene Erz\u00e4hlstr\u00e4nge und macht den Ausgang dieser Geschichten spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist sich bewusst, was von guter Geschichtsschreibung erwartet wird:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Einen Teil der Fakten kenne ich aus eigener Anschauung, anderes habe ich von denjenigen erfahren, die den Autokrator auf seinen Feldz\u00fcgen begleitet haben, wobei ich mich&nbsp; dar\u00fcber auf verschiedene Weise durch Gew\u00e4hrsm\u00e4nner informiert habe; (\u2026) habe selbst oftmals mit eigenen Ohren geh\u00f6rt, wie der Autokrator (\u2026) davon erz\u00e4hlte. <\/em><\/p><cite>Alexias aaO. S. 502<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Den gr\u00f6\u00dften Teil der Zeit war ich mit meinem Vater zusammen \u2026 ich habe mein Leben nicht im Schutze des Hauses, im Schatten und im luxuri\u00f6sen M\u00fc\u00dfiggang zugebracht. <\/em><\/p><cite>Alexias aaO. S. 501<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Also: Vielf\u00e4ltige Quelleinsicht aus erster Hand. Dokumente und Vertr\u00e4ge, die ihr vorlagen, zitiert sie im Wortlaut. Dazu geh\u00f6rt ein Brief an Salierkaiser Heinrich IV., auf den sp\u00e4ter noch eingegangen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Literarisch bewegend gelingt ihr die Schilderung vom Sterben ihres Vaters und dem \u00dcbergang der Herrschaft auf ihren Bruder.  Beim zeitgen\u00f6ssischen Historiker Johannes Zonaras, einem Zeitgenossen und vermutlich Palastbediensteten des Alexios und damit wichtige Parallelquelle f\u00fcr dessen Herrschaft, finden sich drei Versionen daf\u00fcr, die er selbst nicht bewerten will. Demnach habe Johannes Komnenos nur kurz am Sterbeabend bei Alexios vorbeigeschaut, um sich zu vergewissern, dass es zu Ende ging. Rasch sei er mit einem Teil von Alexios\u2018 Gefolge in den Kaiserpalast gegangen und habe sich dort akklamieren lassen- w\u00e4hrend der alte Kaiser noch die letzten Atemz\u00fcge tat.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>Version 1: <\/p><p><em>Man sagt, die Kaiserin habe dem sterbenden Kaiser erregt \u00fcber den Fortgang seines Sohns berichtet, doch er \u00e4u\u00dferte sich nicht dazu, weil er es nicht wollte oder konnte. Er habe nur seine H\u00e4nde hoch erhoben: ob, um f\u00fcr seinen Sohn zu beten oder ihn zu verfluchen, wei\u00df ich nicht.<\/em><\/p><p>Version 2: <\/p><p><em>Andere sagen, der Sterbende habe seine H\u00e4nde nicht erhoben, da er dies nicht mehr konnte. Als die Kaiserin immer wieder rief: \u201cDein Sohn rei\u00dft die Herrschaft an sich, w\u00e4hrend du noch lebst!\u201c, habe er kurz schwach gel\u00e4chelt. Belustigte ihn der Gedanke an die Herrschaft, wo er seine letzten Atemz\u00fcge tat und schon bald alles Irdische hinter sich lassen und nur noch sein Seelenheil im Sinn haben w\u00fcrde?\u201c<\/em><\/p><p>Version 3:<\/p><p><em>Der purpurgeborene Kaiser Johannes selbst sagte, er habe die \u00dcbergabe der Herrschaft nicht ohne v\u00e4terliche Zustimmung vorbereitet. Vielmehr sei er von seinem Vater angewiesen worden, von ihm seinen Ring als ein Zeichen entgegenzunehmen. Die sei geschehen, als die Kaiserin nicht anwesend war, diese habe keine Kenntnis von dem Vorgang gehabt.<\/em><\/p><cite>\u00dcbers. n. d. engl. Zonaras-Ausg. (XVIII, 28, 15-29; lat. \u00dcbers. S. 761f).   <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bei Niketas Choniates, der im \u00fcbrigen auch zwei Versionen anbietet, erscheint die Rolle des Johannes besonders verwerflich:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Johannes sah, dass sich die letzten Tage seines Vaters n\u00e4herten, seine Mutter ihn anscheinend nicht mehr liebte und das Reich von seiner Schwester verwaltet wurde. (\u2026) Ohne dass seine Mutter es mitbekam, betrat er das Schlafzimmer seines Vaters und warf sich wie in Trauer nieder. Dabei entwand er heimlich den Ring von des Vaters Hand.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und Anna? Sie praktiziert die Kunst der Andeutung und beredten Auslassung:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Der Nachfolger im Kaiseramt aber hatte sich schon vorher unauff\u00e4llig in seine Privatgem\u00e4cher davongemacht, nachdem er erkannt hatte, dass der Tod des Basileus noch w\u00e4hrend der Nacht eintreten werde. Er hatte es sehr eilig fortzukommen.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO.; S. 555<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen aus all dem nur einigerma\u00dfen schlie\u00dfen: Es gab keine eindeutige Herrschafts\u00fcbergabe. Der Gerechtigkeit halber sei aber anzumerken, dass Johannes in den 25 Jahren seiner Regierung beliebt wurde und den Beinamen \u201cder gute Johannes\u201c (Kaloioannis) erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alexios Komnenos war urspr\u00fcnglich Feldherr unter Nikephoros Botaneiates, einem von mehreren aufeinanderfolgenden \u00e4lteren Usurpatorkaisern. Dem jungen Alexios kamen Ger\u00fcchte zu Ohren, er solle vorsorglich geblendet werden, um Kaiser Nikephoros nicht gef\u00e4hrlich zu werden. 1081 rebellierte er. Im Zuge der K\u00e4mpfe wurde Konstantinopel von Alexios\u2019 Truppen gepl\u00fcndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Alexios Komnenos musste das Unm\u00f6gliche versuchen und erhebliche Gebietsverluste kompensieren. Zun\u00e4chst war die Lage des Reiches katastrophal. In der Schlacht von Mantzikert zehn Jahre zuvor (1071) waren die Byzantiner unter Kaiser Romanos Diogenes vernichtend von den Seldschuken in Kleinasien geschlagen worden. Sogar der Kaiser selbst wurde gefangengenommen und nur gegen das Versprechen eines Friedensvertrags freigelassen. Doch zur\u00fcck in der Hauptstadt, wurde der Kaiser abgesetzt, geblendet und auf die Prinzeninseln verbannt, wo er bald an den Folgen starb. Es folgten&nbsp; mehrere Usurpatoren, unter anderem Nikephoros Botaneiates. Die Seldschuken hatten ihre Hauptstadt nach Iznik\/ Nik\u00e4a nur 140 Kilometer von Konstantinopel und fast direkt vis \u00e0 vis verlegt. Ebenso dr\u00e4ngten die nomadischen Reiterv\u00f6lker der Petschenegen, Uzen und Kumanen vom Schwarzen Meer \u00fcber die Donau in den byzantinischen Balkan vor. Von beiden Seiten war die byzantinische Hauptstadt mehrfach direkten Angriffen ausgeliefert. Alexios musste zun\u00e4chst das \u00dcberleben des Reiches sichern, woran seine Vorg\u00e4nger mangels Feldherrnerfahrung gescheitert waren. Vor Augen standen ihm die Grenzen, wie sie 100 Jahre zuvor noch bestanden hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwartungsgem\u00e4\u00df steht die Herrschaft ihres Vaters bei Anna in grunds\u00e4tzlich positivem Licht. Auf die Charakterisierung des Alexios durch Anna soll hier nicht ausf\u00fchrlich eingegangen werden. Stichpunktartig seien sie hier umrissen:<\/p>\n\n\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Gro\u00dfz\u00fcgig<\/li>\n<li>Intellektuell jedem Disput gewachsen<\/li>\n<li>Ausgewogen<\/li>\n<li>Fromm<\/li>\n<li>Versiert in Diplomatie<\/li>\n<li>Fingerspitzengef\u00fchl<\/li>\n<li>Menschenkenntnis<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><!-- [if gte mso 9]><xml>\n <o:OfficeDocumentSettings>\n  <o:RelyOnVML\/>\n  <o:AllowPNG\/>\n <\/o:OfficeDocumentSettings>\n<\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml>\n <w:WordDocument>\n  <w:View>Normal<\/w:View>\n  <w:Zoom>0<\/w:Zoom>\n  <w:TrackMoves\/>\n  <w:TrackFormatting\/>\n  <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone>\n  <w:PunctuationKerning\/>\n  <w:ValidateAgainstSchemas\/>\n  <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid>\n  <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent>\n  <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText>\n  <w:DoNotPromoteQF\/>\n  <w:LidThemeOther>DE<\/w:LidThemeOther>\n  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von oben.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 278<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und er habe vorgehabt, die Petschenegen etc&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>(&#8230;) in unsere Glaubensgemeinschaft zu f\u00fchren und auch &nbsp;ganz Persien und alle jene Barbaren, die \u00c4gypten und Libyen bewohnen und in den Kultfeiern Mohammeds ihre Erf\u00fcllung suchen.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 229<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><strong>Fehler, Historiographie und Rhetorik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele von den Fehlern des Kaisers kennen wir nur durch Annas Werk. Interessant wird es, wenn sie Fehler erw\u00e4hnt, wozu sie sich als Historikerin ja verpflichtet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Wo immer ich sehe, dass mein Vater Fehler begangen hat, setze ich mich geradezu \u00fcber das Gesetz der Natur hinweg und halte mich strikt an die Wahrheit; denn mir ist zwar auch mein Vater lieb, doch lieber ist mir die Wahrheit.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 501<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Doch als voll ausgebildete Rhetorikerin entwickelt Anna kreatives Geschick, um mit solchen Fehlern umzugehen. Zu den Pl\u00fcnderungen von Konstantinopel durch Alexios\u2018 M\u00e4nner sagt sie beispielsweise:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Der Autokrator aber, der von Kind an eine gute Erziehung genossen hatte und sich nach den Mahnungen seiner Mutter richtete, und der daher die Gottesfurcht fest in seinem Herzen trug, hatte heftige Gewissensbisse wegen der Pl\u00fcnderung der Stadt (\u2026).<\/em><\/p><cite>Alexias aaO, S. 118<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das war das erste Argument zu seiner Rechtfertigung: Reue. Au\u00dferdem f\u00fchrt sie weitere ins Feld.<\/p>\n\n\n\n<p>Argument 2: Es waren es nur seine Leute, er selbst war nicht treibende Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Argument 3: Niemand solle Alexios deswegen verurteilen. Denn keiner, der Verantwortung tr\u00e4gt und Lebenserfahrung sammelt, sei selbst frei von Schuld. Wer Alexios deswegen verurteile, sei d\u00fcnkelhaft und habe vermutlich selbst wenig Regierungserfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Und als Argument Nummer 4 schildert sie, wie sich Alexios von Geistlichen f\u00fcr diese Missetaten Bu\u00dfe auferlegen lie\u00df: Fasten, Schlafen auf dem nackten Boden, Sackleinen unter dem Purpurmantel tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kunst des Argumentierens tritt uns auch entgegen, als der Kaiser in der Schlacht vor der sicheren Gefangennahme flieht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Da er aber wusste, dass die Gefahr ganz unabweislich war, hielt er es f\u00fcr seine Pflicht, sein Leben zu retten, um erneut (\u2026) zu k\u00e4mpfen und (\u2026) ein starker Gegner sein zu k\u00f6nnen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das h\u00e4tte sicher so mancher seiner Soldaten auch gerne so gesehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz verk\u00fcnstelt wirkt die Rechtfertigung f\u00fcr einen Affront des Kaisers gegen Kirchengesetz und religi\u00f6se Gef\u00fchle. Er konfiszierte Kirchensch\u00e4tze, um Soldaten zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Argument 1: Zun\u00e4chst legt Anna die Idee Alexios\u2018 Mutter und seinem Bruder in den Mund. <\/p>\n\n\n\n<p>Argument 2: Sie argumentiert mit dem Gesetz, das die Verwendung von Kirchengut f\u00fcr den Freikauf von Kriegsgefangenen gestattet, mit einem abenteuerlichen Analogieschluss: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>[Erlaubt ist,](\u2026) die geweihten Sch\u00e4tze der heiligen Kirchen Gottes zum Zwecke der Rettung von Kriegsgefangenen zu ver\u00e4u\u00dfern (sie sahen auch, dass diejenigen Christen, die in Kleinasien unter der Barbarenherrschaft lebten und dem Massaker entkommen waren, durch das Zusammenleben mit den Ungl\u00e4ubigen befleckt wurden).<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sprich: Die christliche Bev\u00f6lkerung Kleinasiens wird als potenzielle Kriegsgefangenen der Seldschuken gesehen. Soldaten, die gegen die Seldschuken k\u00e4mpfen, sind eine Form, sie von dieser Gefahr loszukaufen- quasi prophylaktisch. \u00dcbrigens:&nbsp; Der original so verschachtelte Satzbau spiegelt hier die logischen Windungen wunderbar wieder, wie ich meine.<\/p>\n\n\n\n<p>Als weitere Argumente&nbsp; f\u00fchrt sie schlie\u00dflich an: Es sei nur\u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>eine geringe Menge der seit langer Zeit nicht mehr benutzten und beiseitegelegten geweihten Sch\u00e4tze, die keinem Zwecke mehr dienten, sondern der Menge nur einen Anlass zum Kirchendiebstahl und zum Sakrileg boten, (\u2026 ) als Rohmaterial f\u00fcr M\u00fcnzgeld f\u00fcr den Sold der Soldaten und Bundesgenossen verwendet worden.<\/em><\/p><cite>Alexias, aaO. S. 166f.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Der Metropolit von Chalkedon sah dies nicht so und wurde letztendlich von Alexios daf\u00fcr verbannt (S. 169).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Herrschaft einer Kaiserin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn seiner Herrschaft bevollm\u00e4chtigte Kaiser Alexios h\u00e4ufig seine Mutter Anna Dalassene mit den Regierungsgesch\u00e4ften, wenn er nicht in der Hauptstadt weilte. Dies ist Anna eine positive Hervorhebung wert. Da die Gro\u00dfmutter f\u00fcr Anna \u201ein allem Erzieherin und F\u00fchrerin\u201c war (S. 121), liegt die Vermutung nahe, dass sie die Herrschaft einer Kaiserin, etwa auch f\u00fcr den Fall ihrer Mutter Irene oder auch f\u00fcr sich selbst unter \u00e4hnlichen Vorzeichen bef\u00fcrwortete. Die byzantinische Geschichte kennt zahlreiche Regentschaften von Kaiserinwitwen f\u00fcr ihre minderj\u00e4hrigen S\u00f6hne und starke Kaiserinnen. Pflichtgem\u00e4\u00df verbeugt sich Anna zwar vor dem Ehrenkodex f\u00fcr vornehme Byzantinerinnen und beschreibt sowohl ihre Mutter als auch ihre Gro\u00dfmutter als frei von jeglichem politischen Ehrgeiz, als geradezu nonnenhaft zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch scheint sie gutzuhei\u00dfen, was sie von Alexios\u2018 Bevollm\u00e4chtigung der Anna Dalassene schildert. Er holt den Rat seiner Mutter ein, gab ihr&#8230;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>nach und nach Anteil an der politischen F\u00fchrung der Staatsgesch\u00e4fte<\/em>, <em>obwohl ihr eigenes Trachten auf ein h\u00f6heres Leben gerichtet war.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 120f<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Er und seine Mutter seien \u201eeine Seele in verschiedenen K\u00f6rpern\u201c gewesen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Er besa\u00df die \u00e4u\u00dfere H\u00fclle der Kaiserherrschaft, sie hingegen die Kaiserherrschaft selbst; sie erlie\u00df Gesetze, lenkte alles und sa\u00df allem vor. Er best\u00e4tigte ihre Regierungsakte mit der Hand oder durch sein Wort. Er war ihr sozusagen ein Werkzeug der Kaiserherrschaft, nicht aber ein Kaiser.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 125<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als er auf einen Feldzug ging, soll er ihr die gesamte Verwaltung \u00fcberlassen haben. Per kaiserlicher Urkunde (Chrysobull) legitimierte er all ihre schriftlichen Verf\u00fcgungen, Urteile, Fiskus-Angelegenheiten dauerhaft (S. 122).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herrschaft ihrer Gro\u00dfmutter kann also als Annas Vorstellung von einer idealen Kaiserinnenherrschaft gesehen werden. Bei den pers\u00f6nlichen Eigenschaften hebt sie dabei die moralische Integrit\u00e4t hervor: Anna Dalassene habe den zuvor \u00fcbel beleumundeten Kaiserpalast zum \u201eheiligen Ort kl\u00f6sterlicher Einkehr&#8220; gemacht. Ihr Charakter halte die Balance zwischen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>aufrechter Strenge und menschenliebender Milde (\u2026). Ihr inneres Wesen aber neigte zur Reflexion, indem sie immer wieder neue Konzepte entwickelte (&#8230;), welche die bereits v\u00f6llig korrumpierte kaiserliche Macht wieder zu voller Gr\u00f6\u00dfe zur\u00fcckf\u00fchrten und das Gemeinwohl, das den absoluten Tiefpunkt erreicht hatte, nach Kr\u00e4ften wieder aufrichteten.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 126<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u201eBarbaren\u201c<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Wie stellte Anna nichtbyzantinische V\u00f6lker dar, unter anderem auch Krieger und Ritter aus Westeuropa?<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal hielt sie es mit ihren antiken griechischen Vorbildern. Nichtgriechen werden als \u201eBarbaren\u201c wahrgenommen. Das Wort ist lautmalerisch, da angeblich alle Sprachen au\u00dfer der sch\u00f6nen griechischen sich anh\u00f6rten wie \u201ebr-br\u201c. Von diesem Wort leitet sich \u00fcbrigens auch das bis heute gebrauchte Wort f\u00fcr die nordafrikanischen Berber ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Anna und anderen byzantinischen Autoren werden Fremdv\u00f6lker und Ortsnamen h\u00e4ufig mit antiken, seit 1000 bis 2000 Jahren \u00fcberholten Bezeichnungen versehen. Wichtiger als sich korrekt \u00fcber die Feinde zu informieren scheint Anna die Sicht der eigenen Geschichte in Kontinuit\u00e4t zur griechischen Antike. So werden die Seldschuken zu \u201ePersern\u201c. Petschenegen und Kumanen, erst seit wenigen Hundert Jahren im Schwarzmeerraum siedelten, werden zu halb mythischen \u201eSkythen\u201c. Muslime allgemein, ob Seldschuken oder Araber, sind bei ihr Sarazenen (S. 149) Ismaeliten (S\u00f6hne von Abrahams unehelichem Sohn Ismail) oder \u201eHagarener\u201c (Nachkommen von Abrahams Magd Hagar). Vermutlich war es einfach guter Stil, sich wie eine klassische Griechin auszudr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eBarbaren\u201c also erscheinen bei Anna als hitzig, un\u00fcberlegt, kopflos, tollk\u00fchn, treulos, wankelm\u00fctig und grenzenlos geldgierig.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Das ganze Barbarenvolk ist fast immer wankelm\u00fctig und von Natur aus nicht in der Lage, einen Vertrag einzuhalten.<\/em><strong> <\/strong><\/p><cite><strong>A<\/strong>lexias, aaO:, S. 250<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Die Kumanen, die als Barbaren Leichtsinn und Wankelmut gleichsam als Teil ihrer Natur besa\u00dfen, (&#8230;)<\/em>.<\/p><cite>Alexias aaO., S. 326<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em> [Kumanen] die danach d\u00fcrsten, Menschenblut zu trinken und sich an Menschenfleisch zu s\u00e4ttigen, (&#8230;)<\/em>.<\/p><cite>Alexias aaO., S. 321<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>[Die Petschenegen] sind von Natur aus ein sehr kriegerischer Stamm, und sie sind immer begierig darauf, das Blut von Menschen zu schlucken, wie Hunde. <\/em><\/p><cite>Alexias aao., S. 230<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Anna erw\u00e4hnt im Heer des Kaisers verschiedene Kontingente aus Fremdv\u00f6lkern. Ein Kontingent aus Seldschuken hei\u00dft bei ihr \u201eUngl\u00e4ubige\u201c (S. 154). Muslime sind f\u00fcr Anna \u201eS\u00f6hne Ismaels, die uns schon von jeher heimt\u00fcckische Nachbarn waren.\u201c (S. 333).<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Differenzierung zeigt sich dabei f\u00fcr das zu ihrer Zeit bereits symbiotische Verh\u00e4ltnis zu den kleinasiatischen Seldschuken, die sich, angelehnt an \u201eRum\u201c= Byzanz \u201eRumseldschuken\u201c nannten und in ihren kleinasiatischen Sultanaten byzantinische Lebensweisen nachahmten.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst f\u00fcr armenische Christen verwendet Anna an einer Stelle das Wort \u201eUnglauben\u201c, als diese n\u00e4mlich einem Ketzer namens Neilos Geh\u00f6r schenkten. Neilos sei \u201eein Ferment ihrer Ungl\u00e4ubigkeit\u201c gewesen, schreibt sie.(S. 318). Zur Erkl\u00e4rung: Die armenische Kirche bezeichnet sich zwar auch als \u201eorthodox\u201c, weicht aber bei der Frage nach der g\u00f6ttlichen und der menschlichen Natur Christi vom byzantinischen Dogma ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Westler und Kreuzfahrer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit den Bezeichnungen \u201eFranken\u201c, \u201eKelten\u201c oder \u201eLateiner\u201c werden Menschen aus dem Westen bezeichnet, die auch als Kontingente im byzantinischen Heer zu finden waren. Zur Zeit des Alexios mussten Heere immer wieder <em>ad hoc<\/em> f\u00fcr einen bestimmten Feldzug rekrutiert werden. Als Bezahlung wurde ihnen in der Regel der Einbehalt von gepl\u00fcnderter Beute versprochen. (Daher vielleicht ihre \u201egrenzenlose Habgier\u201c?)<\/p>\n\n\n\n<p>Seit etwa 100 Jahren vertrauten byzantinische Kaiser auf eine Leibwache von War\u00e4gern (Skandinaviern oder Briten), die eine Axt \u00fcber der Schulter trugen (S. 95). Es gab Kontingente von \u201eFranken\u201c (Lateinern) und von (britischen oder deutschen) \u201eKelten\u201c (S.150). Die Kampfkraft dieser Menschen verdient Annas Bewunderung. Ein Kompliment an den Feind bedeutet Annas Lob eines byzantinischen Reiters:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Wenn man ihn galoppieren sah, so konnte man meinen, er sei kein Rom\u00e4er, sondern stamme von einem Normannen ab.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 327<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Sowie:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Jeder Kelte ist zu Pferde unwiderstehlich im Ansturm und unertr\u00e4glich anzuschauen.<\/em><strong>\u201c<\/strong><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>relativiert sie jedoch:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Wenn er aber vom Pferd absteigt, ist er teils wegen der Gr\u00f6\u00dfe seines Schildes, teils auch, weil seine Schuhe ganz ungeeignet sind f\u00fcr Spr\u00fcnge und zum Laufen, leicht zu \u00fcberwinden.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 182<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Alexias gilt als wichtigste byzantinische Quelle zur Ankunft der Kreuzfahrer im byzantinischen Reich. Anna erw\u00e4hnt weder einen Hilferuf des Alexios noch auch die Rolle von Papst Urban II. Folgen wir ihrer Erz\u00e4hlung, so bezweifelt sie fromme Motive und argw\u00f6hnt als eigentliches Ziel das, was 1204, gut 120 Jahre sp\u00e4ter, tats\u00e4chlich eintrat: eine Eroberung des byzantinischen Reiches.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p>[Peter der Einsiedler und nicht etwa Papst Urban II.]<em> senkte gleichsam eine g\u00f6ttliche Stimme in aller Herzen und brachte die Kelten in s\u00e4mtlichen L\u00e4ndern dazu, sich von allen Richtungen her mit Waffen und Pferden (&#8230;) zu versammeln. <\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 335<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bei ihren Aufenthalten in Konstantinopel und Kleinasien wirft Anna den Kreuzfahrern respektloses Auftreten, Geschw\u00e4tzigkeit und Geldgier vor. Kaum einer sei bereit gewesen, Alexios als christlichem Oberherrn den Lehenseid zu leisten und die eroberten Gebiete in Kleinasien dem byzantinischen Reich zur\u00fcckzugeben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Wer h\u00e4tte nicht von den unz\u00e4hlbar gro\u00dfen Massen jener Kelten geh\u00f6rt, die in die Kaiserstadt kamen? Damals st\u00fcrzte Alexios in ein unermesslich tiefes Meer von Sorgen, da er erkannt hatte, dass sie von der Kaiserherrschaft der Rom\u00e4er tr\u00e4umten. <\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 490<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Anna weist den Kreuzfahrern eine Mitschuld an der Verschlimmerung der Rheuma-Erkrankung und tiefen Ersch\u00f6pfung ihres Vaters zu.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Robert Guiskard: Ein ebenb\u00fcrtiger Gegner<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn Anna normannische Heerf\u00fchrer pers\u00f6nlich kennengelernt hat, so waren es Robert Guiskard und vor allem sein Sohn Bohemund. Als hartn\u00e4ckige \u201eGei\u00dfeln\u201c der Herrschaft des Alexios zollt sie ihnen erstaunlichen Respekt.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Ein hervorragender Herrscher, intelligent, mit edlen Z\u00fcgen, von urbanem Witz in seinen Reden und schlagfertig; seine Stimme war kr\u00e4ftig, er war leutselig, von gro\u00dfer Statur, trug sein Haar immer eng am Kopf anliegend und hatte einen dichten Bart. (\u2026.) Bis zum Ende bewahrte er das bl\u00fchende Aussehen seines Gesichtes und des gesamten K\u00f6rpers und war stolz auf die Merkmale, durch die seine Erscheinung f\u00fcr \u201ew\u00fcrdig eines Throns\u201c befunden wurde.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 210<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Dieser Robert war ein \u00e4u\u00dferst beherzter und keiner Gefahr ausweichender Mann, andererseits aber ein Mensch voll unbarmherziger Sch\u00e4rfe, und er hatte den J\u00e4hzorn in den N\u00fcstern sitzen. Sein Herz war voller Leidenschaft und Groll. Mit seinen Gegnern im Gefecht erging es ihm so, dass er entweder den Kontrahenten mit der Lanze durchbohren oder aber sich selbst umbringen wollte, aus dem Leben scheidend nicht, so wie man sagt, gem\u00e4\u00df dem von der Moira zugesponnenen Faden.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO. , S. 161<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert erscheint Anna, dass Robert nach einer Niederlage nie verzagte, sondern ihm \u201enoch gr\u00f6\u00dferer Mut zuwuchs.\u201c (S. 202)<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Er war ein Mensch, auf welchen nichts Eindruck machen konnte und der, glaube ich, darum betete, sein Leben m\u00f6ge nur so lange w\u00e4hren, wie er in der Lage sei zu k\u00e4mpfen.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S.140<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Annas gr\u00f6\u00dfte Kritik an Robert gilt seiner uners\u00e4ttlichen Habgier, die ihn ihrer Meinung nach zu seinen Angriffen auf altes byzantinisches Gebiet in Italien und dem heutigen Albanien trieb:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Auf der anderen Seite war er sehr geizig und voller Gier nach Gold, hatte ganz und gar die Mentalit\u00e4t eines H\u00e4ndlers und war sehr auf Besitz aus und dazu \u00e4u\u00dferst ruhmgierig (\u2026) So ist das ganze Lateinervolk: aufs Geld versessen und gewohnt, f\u00fcr eine Obole selbst das, was ihnen das Liebste ist, zu verkaufen.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO,  S. 207<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Denn ein habgieriger Mensch unterscheidet sich, wenn er an die Macht kommt, in nichts vom Wundbrand, der, wenn er einmal einen K\u00f6rper befallen hat, nicht eher halt macht, als bis er ihn ganz durchwandert und zugrunde gerichtet hat.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 144<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Annas ambivalenter Lobgesang auf Roberts Sohn Boemund, einen der prominenten Kreuzzugsf\u00fchrer, l\u00e4sst einen heute noch schaudern:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>Dieser Mann hatte auch etwas Gewinnendes an sich, es wurde jedoch durch das Furchteinfl\u00f6\u00dfende (&#8230;) wieder zunichte gemacht. Denn dieser Mensch wirkte in seiner gesamten \u00e4u\u00dferen Erscheinung durchaus grausam und wild; das r\u00fchrte von seiner Gr\u00f6\u00dfe und von seinem Blick her, und auch sein Lachen, glaube ich, klang f\u00fcr die anderen wie ein \u00e4rgerliches Schnauben. An Seele und K\u00f6rper war er so beschaffen, dass bei ihm sowohl der Zorn als auch das Liebesverlangen eine R\u00fcstung trugen und auf Kampf aus waren. In seinem Denken war er \u00fcberaus wendig, voller Schl\u00e4ue und um eine Ausflucht nie verlegen. Seine \u00c4u\u00dferungen im Gespr\u00e4ch waren n\u00e4mlich sehr genau berechnet, und die Antworten, die er gab, waren glatt auf allen Seiten. Mit solchen Eigenschaften und solchen F\u00e4higkeiten begabt, war er nur vom Autokrator zu schlagen an Rang, geistigen F\u00e4higkeiten und (&#8230;) \u00fcbrigen Vorz\u00fcgen.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S. 460<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kaiser Heinrich IV. (1053-1106)<\/strong><strong>: Bruder <em>in Christo<\/em> und Lehensmann<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es gibt auch einen \u201eGuten\u201c aus dem Westen, n\u00e4mlich Salierkaiser Heinrich IV. Dieser scharfe Kontrahent der Normannen und des Papstes in Italien wird von Alexios mit einem B\u00fcndnisangebot umworben. Zuvor hatte Alexios vergeblich Hilfebriefe an \u201ealle Herrscher der L\u00e4nder der Kelten\u201c geschrieben. Ein Schreiben an Papst Urban, der sich darauf ja sp\u00e4ter bei der Ausrufung des I. Kreuzzugs berief, erw\u00e4hnt Anna nicht. Da die Normannen mit dem Papst im Bunde waren, erhoffte sich Alexios vom antip\u00e4pstlichen Kaiser Heinrich IV. Hilfe gegen sie in Italien. Das Schreiben an Heinrich zitiert Anna im Wortlaut. Eine Kostprobe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\"><p><em>\u201eDass es um dein gro\u00dfm\u00e4chtiges Herrschertum gut bestellt sei und es zum besseren fortschreiten m\u00f6ge, ist meiner Majest\u00e4t Gegenstand des Gebetes, alleredelster und wahrhaft christlichster Bruder. (\u2026) Diese deine br\u00fcderliche Zuneigung und Liebe zu unserer Majest\u00e4t und die M\u00fchsal mit dem \u00dcbles im Schilde f\u00fchrenden Mann, die du versprochen hast, auf dich zu nehmen, damit du mit dem ruchlosen und frevelhaften Feind Gottes und der Christenheit in einer seiner schlechten Gesinnung entsprechenden Weise verf\u00e4hrst, zeigen doch klar das lautere Wollen deiner Seele.<\/em><\/p><cite>Alexias aaO., S.133<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit gro\u00dfz\u00fcgigen Geschenken soll Heinrich als Vasall gewonnen werden. Zus\u00e4tzlich wird ihm ein Eheprojekt mit einem kaiserlichen Neffen in Aussicht gestellt. Alexios fordert Heinrich dazu auf, ihm einen Treueid zu leisten und Robert in Italien anzugreifen (S. 143). Vorab werden Heinrich 144.000 Nomismata (Goldm\u00fcnzen, das entspricht etwa 2000 Pfund oder einer Tonne Gold) und 100 Seidenstoffe geschickt. Weitere 216.000 Nomismata und Ehrentitel sollen erst nach erfolgtem Einmarsch ausbezahlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus wurde nichts. Mit dem \u201eFeind Gottes und der Christenheit\u201c meint Alexios nat\u00fcrlich Robert Guiskard \u2013 der ja immerhin mit dem Papst im Bunde stand! Im Mai 1082 musste Alexios den \u201eDux von Alemannia\u201c noch einmal dr\u00e4ngen, sein Versprechen zu halten und die Normannen in Italien zu schw\u00e4chen (S. 170). Heinrich marschierte wirklich in \u201eLangobardia\u201c ein, machte aber kehrt, als er vernahm, Alexios habe auf dem Balkan eine Schlacht gegen die Normannen verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der westliche Salierkaiser war f\u00fcr Alexios kein Partner auf Augenh\u00f6he. Die byzantinischen Bezeichnungen f\u00fcr Kaiser (<em>autokrator<\/em>) und K\u00f6nig (<em>basileus<\/em>) finden keine Anwendung auf den potenziellen Vasallenf\u00fcrsten. Daran hatten auch die bestehenden Eheprojekte westlicher Herrscher mit byzantinischen Prinzessinnen wenig ge\u00e4ndert. Immerhin standen die Salier als \u201echristliche Br\u00fcder\u201c eine Stufe \u00fcber den (gottlosen) Normannen und den (ungl\u00e4ubigen) Seldschuken.<\/p>\n\n\n\n<p>Alexios legte den Grundstein f\u00fcr bedeutende Gebietsr\u00fcckgewinne unter seinen Nachfolgern Johannes und Manuel Komnenos. Insgesamt regierten die Komnenen ziemlich genau 100 Jahre, die dem Reich eine letzte Verschnaufpause brachten. Im Vergleich zur moralisch durchsetzten Weltsicht eines Niketas Choniates mit dem Untergang im Blick wirkt die Alexias wohltuend offen. Auch abgesehen von jeglicher Gender-Perspektive bietet sie eine facettenreiche Lekt\u00fcre mit vielen Perlen, von denen hier nur einige vorgestellt wurden. Von Diether Roderich Reinsch liegt die Alexias in gut lesbarer deutscher \u00dcbersetzung vor. Der Autor, emeritierter Professor f\u00fcr Byzantinistik, gab 2001 auch das griechische Original textkritisch neu heraus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>im Geschichtswerk einer Fast-Kaiserin Vortrag von Regina Urbach im Rahmen der Ausstellung &#8222;Hoher Mut, Liebe, Protest&#8220; (22.10.20) Die \u201eAlexias\u201c, die Geschichte der fast 40-j\u00e4hrigen Regierungszeit des byzantinischen Kaisers Alexios Komnenos (reg. 1081-1118), ist eine der wichtigen Quellen f\u00fcr die byzantinische Sicht auf die Zeit des Ersten Kreuzzugs: auf die Normannenf\u00fchrer Robert Guiskard und Bohemund, auf &#8230; <span class=\"more\"><a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/beitraege\/kaiser-und-kreuzfahrer\/\">[Read more&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":18,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/224"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=224"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/224\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":239,"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/224\/revisions\/239"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nibelungenlied-gesellschaft.de\/nlg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}